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Samstag, April 18, 2015

Streetfood in Bombay: Pani Puri @Karachi Sweets

Gleich zu Beginn schon der Disclaimer: Der Laden, über dessen Spezialität ich berichte, gehört meinem Onkel. Es ist also irgendwie Werbung. Nein, es ist ganz sicher Werbung. Denn seine Pani Puris sind die Besten, weit und breit. Und das darf auch jeder wissen.

Inder lieben Street Food. An allen Ecken und Enden steht jemand, um Dir ein Tütchen frische Nüsse zu rösten und in einer Tüte aus gerolltem Zeitungspapier zu geben. Anderswo stehen Stände mit Zuckerrohr, dass vor den Augen des Publikums durch eine Quetsche gejagt werden, bis der Saft herausläuft. Es gibt Säfte, gefüllte Brote, scharf gewürzte Reisgerichte, Kokosnüsse, in die zwei Löcher gebohrt werden, damit man das Wasser via Strohhalm heraustrinken kann. Und es gibt Puri.

Mein persönliches Favourite sind Pani Puri. Kleine Teigbällchen werden geplättet und frittiert, damit sich in der Mitte ein Hohlraum bildet (das passiert natürlich nicht vor Ort). In diese Bällchen wird mit dem Daumen ein Loch gedrückt, dass mit unterschiedlichen Dingen gefüllt wird. Meistens irgendeine Mischung aus Kartoffeln, Kichererbsen und anderem Gemüse. Obenauf wird eine erfrischende, gut abgeschmeckte Flüssigkeit gefüllt - leicht würzig, leicht salzig, leicht süß. In einem Haps sind sie im Mund und Du weißt, Du brauchst mehr davon!

Man kann die Puris natürlich auch anders füllen und anders servieren. Sehr beliebt ist eine Variante namens Dahi Puri, bei dem die Puris nach der Füllung mit einer leichten Tomatensauce, Joghurt und Koriander serviert werden. Oder Sev Puri, anders gefüllt mit frittierten Vermicellinudeln (Sev) obenauf.

Ich kann nur empfehlen, diese Dinger selbst zu probieren. Europäische Mägen sollten bei der Wahl des Ladens jedoch den Tipps der Reiseführer folgen, um wirklich saubere Produkte zu erhalten und nicht den Rest des Urlaubs auf der Toilette zu verbringen. Oder einfach bei Karachi Sweets (der Link geht zu einer Bewertungsplattform, bei der andere Menschen meine Meinung teilen) vorbeischauen und von mir grüßen :)

Hier mal ein Video von Dillip, wie er mir Pani Puri serviert:
Ein von Daniela (@danielasgedanke) gepostetes Video am

Dienstag, Oktober 13, 2009

50 Gründe, warum Bombay "World´s greatest City" ist

Auf CNNGo gibt es eine schöne Auflistung spannender, skurriler und interessanter Kleinigkeiten über Bombay.
Okay, für mich ist Bombay zusammen mit New York eh die tollste Stadt der Welt, aber die Auflistung macht Spaß und ist kurzweilig.

50 Gründe, warum Bombay No.1 als "World´s greatest City" ist

Sonntag, Februar 15, 2009

Bauboom

In Bombay wird gebaut. An allen Ecken und Enden entstehen Einkaufszentren und Wohnhäuser ab 15 Stockwerken aufwärts.
Gerade die Stadtteile, in denen wir uns herumtreiben, Bandra und Khar, haben sich in den letzten 3 Jahren unheimlich gewandelt. Kleine 2-3 Stockwerke-Häuser wurden abgerissen und neu gebaut oder in Prachtbauten verwandelt. Die erste Etage wird zumeist komplett weggenommen und in Parkplätze umgewandelt, denn die sind absolute Mangelware.
Ich bin teilweise mit offenem Mund durch die Gegend gelaufen, so stark ist der Kontrast zwischen den alten Gebäuden und den neuen Häusern, die aus schickem Stein und meist auch aus viel (getöntem) Glas bestehen.

Meine Tante hat mir erklärt, dass sie für ihr Haus ebenfalls ein solches Angebot bekommen hätten. Es bestand darin, die Miete für zwei Jahre für eine andere Wohnung gestellt zu bekommen, so lange die Bauarbeiten in Gange wären. Danach hätten sie im neu gebauten Haus wieder eine Eigentumswohnung erhalten, mit Marmorbad & -fußboden, neuer Küche - und einem Raum mehr. Ausserdem ein Parkplatz inkl. Wächter, neuem Fahrstuhl inkl. Liftboy, einer Bibliothek und einem kleinen Sportraum. Die beiden Wächter am Tor sind ja jetzt schon da, ohne Wächter geht in Indien aber schon seit langem gar nix, dass hat nichts mit Terror zu tun.
Den Gewinn würden die Erbauer machen, in dem sie all die zusätzlich entstandenen Wohnungen zu sehr hohen Preisen (die Immobilienpreise in Bombay gehören zu den höchsten der Welt!) verkauft hätten.
Leider waren drei Parteien im Haus gegen diesen Plan, ältere Menschen, die in ihrem Eigentum ihren Lebensabend verbringen wollen oder was auch immer der Grund sein sollte. Meine Tante war auf jeden Fall ziemlich zickig deswegen, und aufgrund der nun stattfindenden Rezession ist das Projekt erstmal auf 2 Jahre verschoben worden. Vielleicht lassen die Verweigerer sich dann umstimmen oder sind weggesto.. äähh .. zogen ;-)

Wir haben viele solche Häuser gesehen, die noch in Bau sind. Bei manchen sieht es so aus, als wenn man teilweise die alten Häuser als Fundament drunter stehen lässt, außenrum kommen Säulen und dann die neuen Etagen obendrauf. Spannend.

Bin mal gespannt, wie es hier bei unserem nächsten Besuch aussieht, wobei ich dieses Mal überall versprechen musste, nicht wieder drei Jahre zu warten.

Sonntag, Januar 11, 2009

Bilder zur Sightseeing-Tour



Sightseeingtour Part II

Am Donnerstag war es nun soweit - ich sollte also nicht auf eigene Faust die Innenstadt vom Bombay erkunden, sondern mit einem eigenen Fahrer und Guide.

Donnerstag war ein Feiertag, also sollten auch die Strassen nicht so voll sein, viel Platz, mal für Photos rechts ran zu fahren und sich etwas über die Sehenswürdigkeiten erzählen zu lassen. Die Reiseagentur hatte auch eine Liste mit Orten, knapp 40 Stück. Okay, einige waren nur Gebäude, aber hey, ich hätte nicht soviel vermutet.

Der Fahrer kam erstmal eine halbe Stunde zu spät, aber das ist in Indien ja nix neues. Eher ungewöhnlich war, dass er sich rein gar nicht für uns interessierte. Ich begann ihn Dinge zu fragen, aber keine Antwort! Einige Augenblicke später begann er uns in einer anderen Sprache anzusprechen. Ob Hindi oder das in Bombay ebenso gebräuchliche Marathi, keine Ahnung, ich spreche beides nicht.

Er begann leicht panisch zu werden (ich übrigens auch) und rief wohl seinen Boss an, der Alex auf englisch erklärte, dass der Fahrer zwar kein Englisch sprechen, es aber sehr wohl verstehen würde. Nun gut, das hätte uns erstmal gereicht, auch wenn ich langsam ein mulmiges Gefühl bekam. Wie sollte er uns etwas erzählen können, wenn wir keine gemeinsame Basissprache hätten?

Wie wir dann feststellen durften - er verstand doch kein Englisch, nicht mal ein "please stop here for 5 minutes" trieb ihm schon das Fragezeichen ins Gesicht. Zu allem Übel begann er dann während der Fahrt erstmal den Prospekt der eigenen Firma zu studieren, um zu sehen, wo er überhaupt hinfahren würde. Mein Onkel rief mich an, um zu fragen, ob alles okay wäre, und ich klagte ihm unser Leid. Er versprach, sich darum zu kümmern, und just in diesem Moment ging die Klimaanlage aus!

Innerhalb der nächsten Minuten wurde es richtig stickig und der Fahrer stoppte und orderte ein neues Auto, mein Onkel sprach am Tel von einem neuen Fahrer. Aber nach ca. 20 min. Wartezeit wurde es nur .. ein neues Auto, selber Fahrer.

Seufzend baten wir ihn, uns zum Gateway of india zu bringen. Das klappte auch - aber das blöde Ding war nahezu komplett eingepackt und überall war alles voller Sicherheitsleute, die das Gateway und auch das Taj Hotel aufs strengste bewachten. Ausserdem war die Luft unsagbar diesig an diesem Tag, auf dem Wasser kaum etwas zu sehen. Langweilig ...
Währenddessen rief aber mein Onkel an und versprach uns einen neuen Fahrer. Der kam dann nach weiteren 15 - 20 min. Wartezeit. Er brachte uns zum Prince-of-Wales-Museum und versprach, genau an der Stelle zu warten. Nach 1,5 h im Museum war er natürlich nicht da. Wir liefen die Strasse auf und ab, bis wir ihn endlich auf der anderen Strassenseite entdeckten. Als wir uns vor ihn hinstellten, schaute er zunächst durch uns hindurch, als wären wir Fremde. Ich musste ihn tatsächlich fragen, ob er nicht unser Fahrer sei? Er reagierte eher ungehalten, fragte, ob wir nicht noch in die Kunstgalerie wollten?
Nee, wollten wir nicht, uns war nach Erfrischungsgetränken und Mittagessen im Café Leopold. Er fuhr los, jedoch zum Nariman Point (wo das ebenfalls bei 26/11 beschossene Oberoi Hotel steht), und war sehr erstaunt, dass wir bei der unglaublich schlechten Sicht an diesem Tag nicht aussteigen und Bilder machen wollten. Er begann ebenfalls den Firmenprospekt zu studieren und ich wiederholte meine Bitte, uns zum Leopold zu bringen. Er reagierte nicht, aber er fuhr los, jedoch den Marine Drive entlang. Als wir am Aquarium nicht aussteigen wollten (weil ich da schon mal war und es langweilig fand) blickte er langsam panisch.

Also bat ich ihn uns zu den Hanging Gardens zu bringen, eine hübsche Gartenanlage ein paar Strassen weiter. Für ihn wurde das jedoch zum Problem, alle paar Meter fragte er irgendwelche Passanten oder Taxifahrer nach dem Weg. Alex verdrehte schon die Augen.

Als nächstes wollten wir uns im Planetarium, dem Nehru Science Center eine Show ansehen. Er fuhr an dem wirklich markanten Gebäude (der weiße Turm, siehe unten) vorbei und wir dachten, er wolle irgendwo drehen? Mitnichten, er fuhr und fuhr und fuhr ... und fragte dann einige Taxifahrer, die ihn wie erwartet zurück schickten. Auf dem kurzen Rückweg bog er noch 2x falsch ab, bis wir ihn zu dem Ort leiteten. Er warf uns raus und wir stellten fest, dass die Show in englisch gerade begonnen hatte. Ausserdem waren wir hungrig, und wir erinnerten uns, einige Meter weiter eine Shoppingmall gesehen zu haben.

Also wieder runter vom Gelände, durch die Sicherheitsschleusen, ein wenig in den Läden gestöbert, im Food Court einige Leckereien vernascht, den Fahrer gesucht und ab durch die Mitte.

Wir baten ihn, uns schon nach Hause zu bringen, obwohl er eigentlich bis 21 Uhr abends gebucht war. Welch Wechsel seiner Fahrweise plötzlich!!
War er zuvor so langsam geschlichen, dass ihm sogar ab und zu der Wagen einfach ausgegangen war, schien es, dass er nun einen neuen Rekord aufstellen wollte ;-) Ich glaube, er hat uns wirklich gehasst.

Eigentlich hätten wir für diese Pleite gar nix zahlen sollen, aber da der Preis vorher festgelegt wurde, zahlten wir ihm die umgerechnet 20 Euro und wissen nun eins - ab jetzt einfach mit dem Taxi fahren!

Samstag, Januar 10, 2009

Streetlife

Auf Twitter kam die Bitte, doch einfach mal ein paar Bilder "von der Strasse" zu zeigen. Also habe ich einige ausgewählt, die sich mit den ganzen kleinen Strassenhändlern beschäftigen. Und natürlich Kühe. Enjoy.


Sightseeing-Tour Part I

Bombay ist angeblich keine Stadt, die zu ausgedehnten Sightseeing-Touren einlädt. Es gibt keine großen Sehenswürdigkeiten wie z.B. das Taj Mahal, das Bild, dass jedem einfällt, wenn er/ sie an Indien denkt.
Die klassischen Reiseführer sind einhellig der Meinung, dass man in Bombay lieber "Life-Seeing" betreiben sollte.
Ich denke jedoch, dass es hier schon einiges zu sehen gibt, und so habe ich irgendwann als Teenager meine Mama unter den einen Arm gepackt, den Baedeker für Indien unter den anderen, wir haben den Vorortzug in die Innenstadt ("in town") bestiegen und los gings. Der Victoria Terminus ist von außen ein tolles Gebäude, und überhaupt sieht man auf dem Weg zum berühmten "Gateway of India" und dem noch berühmteren Taj-Hotel (inzwischen ist es allerdings eher eine traurige Berühmtheit) einige sehr schöne alte Gebäude aus der britischen Kolonialzeit, in denen sich Museen, Colleges oder offizielle Einrichtungen wie z.B. die Polizei befinden.
Auch diesmal wollte ich wieder das Abenteuer "Vorortzug" wagen. Eigentlich ist es gar kein soo großes Abenteuer, denn diese Züge werden täglich von Millionen von Menschen benutzt, um zur Arbeit und zurück zu kommen. Aber meine Verwandten waren anderer Meinung, denn inzwischen gibt es geführte Sightseeing-Touren per Bus. Wir waren einverstanden, doch dann hieß es, die Busse seinen immer total überfüllt, die Erklärungen wären auf Hindi und überhaupt würde das Ganze schon morgens um sieben losgehen, also total inakzeptabel ;-)
Besser sei es, sich ein Auto mit Fahrer/Führer für den Tag zu nehmen und sich in Ruhe alles zeigen zu lassen. Auch mein deutscher Onkel hatte mir beim letzten Treffen dazu geraten, man sei unabhängiger, erfahre eine Menge Dinge, könne stoppen, wann immer man wolle und das Beste: Man bekäme einige Geheimtipps gezeigt.
Das klang ja vielversprechend! Also baten wir Paul, einen solchen Fahrer zu organisieren. Der Preis war auch okay - 1600 Rs. plus alle Parkgebühren plus alle Eintrittsgelder. Nicht mal ganz dreißig Euro dafür, dass uns der Junge dann von morgens um neun bis abends um neun zur Verfügung stehen sollte, in klimatisiertem Wagen. Klasse! Und dann kam der nächste Tag ...

Freitag, Januar 09, 2009

Streik! Und alles so ruhig hier ...

Am Donnerstag war hier ein Feiertag, und so fand ich es wenig verwunderlich, dass mein Onkel kein Rikh bekommen hat und zu Fuss von seinem Geschaeft nach Hause laufen musste. Heute morgen jedoch kam die Info rein, dass auch mein Cousin kein Rikh fuer den Transport in seine Schule bekommen wuerde: In Indien streiken die Mitarbeiter in der Oelindustrie!
Das bedeutete schon mittags dass ca. 80% von Dehlis Tankstellen keinen Sprit mehr hatten, auch in Bombay wurde es laut der Angaben der hiesigen Newschannel richtig eng. Wenn ich das richtig verstanden habe, gab es einerseits Aerger mit den Fernfahrern, weil die Regierung den von ihr festgelegten Spritpreis troz sinkender Oelpreise kuenstlich oben laesst (klar, hoehere Einnahmen), andererseits wollen die Mitarbeiter der Oelindustrie mehr Geld.

Wer da genau weswegen streikt und wie lange, konnte noch nicht zuverlaessig gesagt werden, aber sicher war, dass es auf der Linking road heute ganz schoen leer und auf unserer Ecke an der Khar Station ungewoehnlich leise war - es fehlte das Gequaeke der Rickshaws und natuerlich all diese schwarz-gelben Taxis, die einen sonst gern mal beinahe ueber den Haufen fahren. Wenn mal ein Rikh fuhr, dann nur zu unverschaemt hohen Preisen. Alex und ich waren daher mal wieder zu Fuss unterwegs, haben die neuen Shoppingmalls naeher begutachtet, ein Sub von Subways genossen - bis auf das Brot schmeckts identisch zu dem am Dreiecksplatz! - und mir in einem sehr schoen klimatisierten Kaufhaus eine neue Jeans gekauft. Und als es dunkel wurde, mehrten sich auf den Strassen auch schon die Privatwagen und die zahlreichen fliegenden Haendler hielten einem ihre Ware unter die Nase.

Donnerstag, Januar 08, 2009

Bombay und die Sicherheit

Nahezu jeder, der nicht mit mir verwandt ist hat bei der Erwähnung meines Urlaubszieles "Bombay" vorsichtig nachgefragt: "Und? Was ist mit dem Terror?"

Es wäre unsinnig zu sagen, dass nicht auch ein klein wenig Sorge mitfliegt, wenn ich nach Indien gehe. Denn der Kampf zwischen den Kulturen, den Religionen und teilweise auch den Kasten ist unterschwellig allgegenwärtig.

McDonalds bietet weder Rinder- noch Schweinefleisch an, um weder die hinduistischen, noch die moslemischen Besucher zu vergrätzen. Es gibt Wohngegenden, die nahezu rein katholisch sind, wenn man die hohe Quote von katholischen Kirchen und privaten katholischen Schulen in Bandra sieht, mag man nicht glauben, dass die Anzahl aller in Indien lebenden Katholiken gerade mal 2% der Gesamtbevölkerung ausmacht - die man ausserdem zumeist im Bundestaat Goa vermutet (dort sind die Portugiesen ja erst in den 1960ern abgerückt).

Immer wieder kommt es zu Scharmützeln, die ihr besser auf Wikipedia und Co. nachlesen könnt, und wenn Ausländer betroffen sind, wird tatsächlich auch mal in internationalen Medien ausführlich berichtet. Wie eben zum 26/11 geschehen (so werden die Terroranschläge in den hiesigen Zeitungen abgekürzt).

Bombay hat ein wenig reagiert - man sieht mehr Polizei als zuvor, und im Gegensatz zu den Kollegen in Bandra sind die Jungs vor dem Taj Hotel mit einem Enfieldgewehr oder ähnlichem bewaffnet. Alex hat sich ein klein wenig mokiert, dass damit gegen die Kalaschnikows der Terroristen keine große Gegenwehr aufzubauen sei. Es dient wohl in erster Linie der Abschreckung, aber auch der Er-schreckung der Bevölkerung. Auf den Hauptstrassen sind Laufschriften zu sehen, die davor warnen, Gerüchten zu trauen, aber auch dazu auffordern, mit offenen Augen als Bürger Bombays wachsam zu sein.

Das Taj Hotel ist zwar wieder in Benutzung, aber die Ladenzeile im Erdgeschoss noch komplett abgedeckt (siehe Bild unten). Sicher ist sicher.

So langsam treibt die Angst vor Anschlaegen allerdings seltsame Blueten: Wir waren heute in einem Museum und in einem schicken Kaufhaus, und beide Male mussten wir unsere Taschen durchleuchten lassen und durch eine Sicherheitsschleuse gehen. Im Museum wurde ich zusätzlich von einer weiblichen Sicherheitskraft durchgecheckt. In einem Museum, das früher "Prince of Wales"-Museum hieß, könnte ich das gerade noch so verstehen, aber in einem Kaufhaus? (siehe drittes Bild) Man muss sich das mal vorstellen, dass man bei Karstadt oder Citti immer erst seine kompletten Sachen durchleuchten lassen müsste, um hineinzugelangen. Wer will denn da was von wem? Normalerweise die doch mein Geld?

In diesem Fall jedoch wars andersherum - ich war hungrig und durstig und mir war warm und ich hatte eh schon schlechte Laune, also ließen wir all das brav über uns ergehen, um in den Food Court zu gelangen, wo uns endlich leckere indische Speisen erwarteten. Aber auch hier waren Warnschilder zu sehen (siehe unten Mitte).

Der Terror ist vielleicht gerade nicht aktuell - aber aus den Köpfen wird man ihn wohl so schnell nicht heraus bekommen. Ich bin mal gespannt, wie in Goa

Was ich mich nur frage: Ist das noch Sensibilisierung der Bürger oder schon Panikmache?

Roaming around the house

So langsam gewöhne ich mich an die Umgebung, die Erinnerung kommt wieder an unzählige, manchmal gequälte Indienbesuche und die gemeinsamen Shoppingtrips mit meiner Mama.
Also beweise ich meine Unabhängigkeit, in dem ich Alex unter den Arm nehme und meiner Tante erkläre, dass wir nun gemeinsam die Gegend erkunden werde. Ein klein wenig ein mulmiges Gefühl habe ich schon, aber glücklicherweise gibt es ja immer und überall Rikhs, die uns notfalls an den eigenen Bestimmungsort bringen würden. Aber nach dem Totalausfall vom Vortag steht mir der Sinn danach, zu laufen.
Und so wandern wir einige Stunden kreuz und quer durch die Gegend, ich zeige Einkaufsecken und die abgesperrten Parks, die als Quell der Erholung mitten in der Stadt dienen und die man für den lächerlichen Betrag von ca. 2 Rs. (for remember: 1 Euro sind 65 Rs.) betreten darf. Ausserdem zeige ich ihm "unsere" Kirche, die St. Theresas Church. Soweit ist alles bekannt, und ich weiß genau - 1x links, 1x rechts und dann die zweite Strasse, und wir sind am Haus meiner Oma. Doch gerade in dieser Gegend hat sich das Stadtbild komplett gewandelt. Die ca. 2-3 geschossigen Wohnhäuser sind riesigen Gebäuden gewichen, die 10 oder mehr Stockwerke zählen. Überall sieht man Glas und Bauarbeiten, teilweise werden Säulen um alte Häuser drumherum gebaut, um die neu errichteten oberen Geschosse zu tragen. Bombay reagiert damit auf die allgemeine Wohnungsnot und den Wunsch der Menschen, für viel Geld Wohnungen in den beliebten Stadtteilen zu erwerben. Denn in Bandra leben leider aktuell zahlreiche Bollywood-Stars, das treibt die Preise natürlich in die Höhe. Ausserdem ist man von Bandra Station aus sehr schnell mit dem Nahverkehrszug in der Innenstadt. Bandra heißt nicht umsonst schon seit Jahrzehnten "queen of the suburbs".

Ein frühkindlich eingepflanztes GPS (oder einfach Dusel) lassen mich trotzdem den Weg finden, und so rasten wir kurz bei den Reisebüro-Onkels in Pali Naka, bevor wir unsere Tour fortsetzen und die Hill Road "erobern". Die Hill Road ist voll mit kleinen Geschäften, Strassenhändlern und großen klimatisierten Kaufhäusern, in denen man seine Tasche beim Pförtner abgeben muss, um hineinzudürfen. Da wir beide frisch getauschte Rs. und teure Kameras dabei haben, entscheiden wir uns gegen den Besuch und laufen weiter.
Die Hitze macht mir langsam doch zu schaffen, meine Knie werden weich. Da wir inzwischen wieder in der Linking Road angekommen sind, machen wir einen Abstecher in wie wir meinen bekanntes Terrain - einen McDonalds. Ich bestelle mir einen großen Burger, der hier jedoch nicht Big Mac, sondern Maharadscha Mac heißt, mit Hähnchenfleisch. Ansprechend sieht er ja aus, schmecken tut er mir leider ganz und gar nicht, denn eigentlich besteht ausschließlich aus Schärfe. Ich weiß da, dass ich bei so etwas einen eher kindlichen Geschmack habe, aber das Zeug ist eigentlich nur scharf, sonst nix. Sogar Alex bestätigt, dass das Ding ansonsten nach nix schmeckt. So eine Pleite!

Wir schnappen uns ein Rikh und fahren zum so genannten Band Stand, der Küstenpromenade, die wie ein Zipfel geformt ist. Dort logieren Sharukh und Co., dort finden sich teure Hotels und eine mit viel Liebe gestalteter Weg voller Grünflächen, Büschen und Blumen, die eifrig gepflegt werden. Auch hier wachsen die Häuser immer höher in den Himmel hinein. Ganz am Ende sehen wir eine Art hellblaue Stahlbrücke in den Himmel ragen und wir entscheiden, uns später danach zu erkundigen. Wir sehen einige Grüppchen junger Leute unterwegs, Männlein und Weiblein gemischt, teilweise sogar in Pärchen. Vereinzelt sahen wir sogar welche Händchen halten ;)

Wir genießen die frische Brise, schnappen uns aber bald ein Rikh zurück nach Hause und werden abends zum Essen nach Juhu Beach ausgeführt. Nur eins: Wer Juhu kennt, wird enttäuscht sein. Früher war es ein bunter Ort, der Strand war voll mit Kameltreibern, bunten Flammen, Gauklern, kleinen Händlern und einer Art Strandpromenade voller kleiner Buden. Jetzt ist es "nur" noch ein Strand. Schade eigentlich - abendliche Besuche am Juhu Beach waren Highlights meiner Kindheit.

Ein paar Bilder - wie immer draufklicken zum vergroessern:

Rikhshaws oder: Kann ich so eins fuer zu Hause haben?

Die Strassen in Bombay werden immer besser, aber trotzdem ist man als Fußgänger oder gar als Radfahrer kein willkommener Verkehrsteilnehmer. Daher werden auch kurze Strecken mit einem der allgegenwärtigen Rikhshaws, kurz: Rikhs vorgenommen. Diese "überdachten motorisierten Dreiräder" waren Alex von Beginn an nicht ganz geheuer, und bisher konnte er sich auch noch kein einziges Mal darin entspannen. Der Fahrer benutzt seine Hand als Blinker, es wird die Hupe gequäkt, was das Zeug hält, allein um seine Anwesenheit zu bekunden, und bei jedem Speedbreaker oder Schlagloch wird man durchgeschüttelt. Trotzdem zerre ich ihn immer wieder in eins dieser unschlagbar günstigen Gefährte, denn eine ca. 5 minütige Fahrt kostet gerade mal um die 15-18 Rs. (1 Euro = 65 Rs.)

Ein paar Impressionen:

Mittwoch, September 28, 2005

Bilder in town

Bombay Innenstadt hat einige interessante Plätze:

In town

Nach 1,5 Wochen in Indien sollte ich auch endlich mal ein wenig Sightseeing betreiben.
Also raus aus Bandra West "the queen of the suburbs", und ab into town.
Was man sieht ist Standard, ein Bahnhof,Gateway of india, das Taj - Hotel, aber vielleicht erfreuen euch ja die Bilder:

Monsunzeit. Bedeutet: Regen.

Das Problem ist dass, wenn man einen Ort aufsucht, der theoretisch noch in der Regenzeit steckt, es regnen könnte. Auch wenn die Erfahrungen der letzten Jahre anzeigen, dass Bombay ab Mitte September regenfrei sein sollte. Sollte.
Wie meinte ein Freund? "Wenn du in der Regenzeit nach Indien gehst, beschwere dich nicht, dass es regnet."
Schlicht, aber wahr. Und so waren wir in der letzten Woche nahezu abgeschnitten von der Welt. Kein Internet, kaum Telefonempfang. Nicht sooo schlimm war für mich, dass die Bahnhöfe gesperrt waren und wir nicht zur Tante nach Vasai (offiziell noch Bombay aber am A.. der Welt) fahren mussten.
Meine Cousinen findens klasse, da mal rauszufahren, da der Lärmpegel in Bombay niemals komplett runtergeht. Für jemanden, die in Schleswig-Holstein lebt, sind die paar Busse nachts auf der Holtenauer Strasse schon der Inbegriff von nächtlichem Lärm.
Aber dann die Schreckensnachricht - der Flughafen von Goa ist ebenfalls gesperrt!

Durchs Fenster, an den Gittern vorbei in den Regen starrend, sah ich meinen 2 Tages-Strandtrip davonschwimmen.

Mücken. Moskitos. Stechend.

Ich fühl mich wie ein Streuselkuchen. Nein, kein Rückfall in die Teenagerzeit (ich hatte Gott sei Dank nie Akneprobleme), sondern ich erleide jeden Tag Angriffe der übelsten Sorte. Heimtückisch fallen sie abends über mich her, Moskitos.
Ach, Mücken, wird der eine oder andere sagen. Never. Diese Biester sind eine wahre Plage, und sie suchen sich nach Feinschmeckerart nur die zartesten Stellen aus, ergo sind meine Schulterblätter, meine Fingerknochen, Kniekehlen und vor alle meine Knöchel für mich wahre Orte der Pein.
Ich bestreiche sie nach der morgendlichen Dusche mit "odomos", und nach dem Stich behandeln wir sie mit AloeVera von Mami, einer Salbe aus der hiesigen Apotheke und zu allerletzt inzwischen mit irgendsoeinem von meiner Tante selbst erstellten obskuren Kokosnussöl.
Die Viecher lachen sich wahrscheinlich halbtot.
Wenigstens lachen wir zuletzt, denn jede Nacht kommt meine Tante herein, checkt die Wände auf vollgefressene Moskitos und killt die nahezu bewegungsunfähigen Biester. So bin ich jeden Abend für irgendein Wesen die Henkersmahlzeit.
Und die Narben vom nächtlichen Kratzen mit langen Nägeln (tags kann ich mich ja noch beherrschen, aber mein Unterbewußtsein pfeift darauf!) werden noch lange eine Erinnerung an diesen Urlaub sein.

Dienstag, September 20, 2005

Just walking in the rain ...

Erster Tag rein unter Maedels, und was wird getan? Shopping, of course ;-)
Meine Cousine schwaenzt das College und wir gucken in ihren Lieblingslaeden vorbei, aber es ist hier genauso wie ueberall - soviel Auswahl doch irgendwie nicht das richtige dabei. In diesem Fall ist mir der ganze Kram einfach zu bunt.
Den Maedels hier steht es, keine Frage, aber mir? Und wuerde ich es in Deutschland tragen? So nehme ich ein dunkelrotes Shirt.
Inzwischen beginnt es wieder mal zu regnen und verwandelt sich innerhalb kuerzester Zeit in einen Monsun. Nun, was will ich erwarten, wenn ich zum Ende der Regenzeit herkomme ..
Wir schnappen uns ein Riksha und werden trotzdem klatschnass, und wie zwei gebadete Katzen erreichen wir ein kleines Cafe. Aber die Leute sind sehr hoeflich (und es wohl auch nicht anders gewohnt) und geben uns einen netten trockenen Platz. Ich bekomme mal wieder mein Butter Naan und irgendein spieced Huhn, dazu das Sweet Lime Soda, an dass ich mich gut gewoehnt habe. Im Prinzip nur der Saft einer gepressten Zitrone, gemixt mit Zucker und dann mit kohlensaeurehaltigem Wasser aufgefuellt, aber wenn man all die anderen bunten zuckerhaltigen Getraenke so sieht, das Beste, was man hier trinken kann.
Danach rennen wir weiter durch die offenen Laeden aber es ist einfach zu nass. Ich kaufe noch eine Tasche (welch Wunder!) und dann holen wir ganz grossartiges Schokoeis bei "Naturals" und spazieren ein wenig an der Promenade, die trotz schlechtem Wetter voller Paerchen ist. Und voller Gruppen von halbstarken Jungs, die die Paerchen beobachen. Nun, jedem sein Hobby.

Es wird entschieden, dass ich mit all meinem Gepaeck komplett zur naechsten Familie wechsle und so geschieht es. Endlich funktioniert das Wasser wieder (es wurde zwischen 2 und 5 abgeschaltet) und ich kann mir endlich den Strassendreck abwaschen. Nie wieder FlipFlops (die aus Indien stammen und hier Chapels heissen), nur um mich den local settings anzupassen. Meine Cousinen tragen Sneakers und so werde ich es ebenfalls halten.

Eigentlich soll es morgen nach Vasai gehen, eine Zugstunde von Bandra Station, wo eine andere Tante mit Familie lebt. Schliesslich habe ich noch Tafelweise Schokolade, Snickers, Goudakaese und zwei Ringe Fleischwurst zu verschenken. Dazu noch irgendwelche Cremes. Mama hat eingepackt. Aber es ist ein Sturm angesagt, und so werde ich das Ganze wohl verschieben. Hauptsache das Wetter wird besser am WE! Schliesslich haben wir Flugtickets fuer Goa.

Zeitverschiebung oder faule Sau?

Am zweiten Tag hat die Welt mich erst gegen Mittag gesehen. Okay, es ist 3,5 Std. spaeter hier, aber meine Tante war ein wenig zickig about "Do you want breakfast or lunch, both is waiting fo you!" ;-)

Ich muss mich erstmal daran gewoehnen, dass ueberall ein Ventilator laeuft dazu die Klimaanlagen, und draussen ist die Luft extrem heiss und feucht. Ich nutze also die Gelegenheit und gucke mal bei meinen Onkels vorbei, die sich zusammen einen Laden an Bandras erster Adresse teilen, der eine hat einen Laden mit Fax, Kopierern und Telefonen im Erdgeschoss, der andere ein Reisebuero mit einigen Angestellten im Erdgeschoss. Dort bekomme ich endlich den heissersehnten Internetanschluss, aber ich kann mein Notebook nicht anschliessen, also nix mit Skype.
Stattdessen kreiere ich diesen Blog und schreibe meinen Kleinkram. Once started, werde ich wohl dabei bleiben, allein als Erinnerung fuer mich.
Abends treffe ich zwei meiner Cousinen, Karishma (Pinky) und Sandhya, und sie schleppen mich mit meinem Cousin Hersh ein wenig raus in das naechste Cafe, es gibt Latte, Milkshakes und wirklich reichhaltige Schokoladenkuchen. Ich treffe ihre Freunde und sie erzaehlen mir ein wenig ueber ihr Leben, im Prinzip nicht anders als bei uns, man trifft seine Freunde, haengt herum, draussen am Wasser oder in Clubs und feiert.
Wir treffen ihren Vater mit dem SweetsShop und ich weiss - mein Vorrat an salted Bananachips ist gesichtert!
Abends gehts wie immer nett essen und man fuettert mich mit "Butter Naan" und irgendwelchen nett gewuerzten Chickenthings.
Spontan wird entschieden, dass ich diese Nacht bei ihnen bleibe und ich habe viel Spass aber werde komplett zerstochen. Wie immer finden Moskitos mich als erste. Doch dieses Jahr sind sie noch trickreicher als sonst und nehmen sich meinen vergleichsweise zarten Ruecken vor. Wer die Disney-Verfilmung des Dschungelbuchs kennt, erinnere sich bitte an Balus ersten Auftritt und sein "schubbern" an der Palme. Dies ist zur Zeit mein sehnlichster Wunschtraum
;-)
Meine Cousine zaehlt 15 Stiche,als sie mich am Morgen mit irgendeiner undefinierbaren Fluessigkeit bepinselt. Ein wenig wie rosa Deckfarbe. Keine Ahnung obs hilft.

Montag, September 19, 2005

Worlds largest dome und ich bin mittendrin


Wenn schon die Verwandtschaft aus Deutschland da ist, dann wird auch richtig geklotzt ;-) Also gehts knapp ne Stunde quer durch Bombay zu einem grossen IMAX-Kino. Hier sieht es im Prinzip aus wie in jedem westlichen Staat, Kinder rennen herum, es gibt Videospielgeraete, Essen in Massen und mehrere Kinosaele.
Den Film, den wir uns ausgesucht haben, ist eine Sensation in sich: Charlie und die Schokoladenfarik wird nicht einfach nur auf einer grossen Leinwand gezeigt, sondern in einem IMX, dem groessten weltweit. Wir sitzen hoechstens in der Mitte und trotzdem bekomme ich Hoehenangst, so tief geht es hinunter.
Wer mit IMAX nicht viel anfangen kann - es gibt keine Leinwand, stattdessen ist die Wand gerundet und man fuehlt sich wie im Inneren eines gigantisch grossen Golfballs. Ich bin gebuehrend beeindruckt und mein Onkel freut sich, dass ich soetwas in Deutschland noch nicht erlebt habe.
Der Film war uebrigens ebenfalls grosse Klasse, ich hatte aufgrund von SinCity und Co. noch keine Gelegenheit, ihn zu gucken, aber jetzt gehoert er zu den PflichtDVDs, kommt auf die KAUFEN! Liste. Direkt zu "the breakfast club", der in 2 Wochen endlich erscheint. Aber dazu mehr im "normalen" Blog.
Erst nach dem Film kommt die Idee von Popcorn. Gepraegt von den Erfahrungen in Amerika und Belgien frage ich vorsichtig nach, ob es denn evtl. auch Popcorn mit Geschmack gibt und werde beinahe mitleidig betrachtet - eine? Sechs verschiedene Geschmacksrichtungen, suesses, salziges, with cheese und different masalas. Ich nehme caramel aber mit dem Wunsch, von allem etwas hineinzugeben.
Es passieren Geschmacksexplosionen auf der Zunge und ich sitze gluecklich im Auto back home. Erschreckend nur - es soll noch
Essen geben! Meine Tante hat mich nach 4h Schlaf schon gefuettert, es gab Pizza und Knoblauchbrot mit Mozz vor dem Film, Popcorn danach und nun auch noch Essen in Khar Gym.
Mein Onkel ist Mitglied in einem Sportsclub mit Restaurant, wo man im Prinzip nur durch Heirat oder zahlreiche Empfehlungen anderer Clubmitglieder Mitglied werden kann. Es gibt klasse Essen dort und wir haben schon so manche Familienfeier direkt am Pool dort gefeiert.
Ich bekomme einige leckere Chickenteile und mein geliebtes Butter Naan (einfaches Fladenbrot).
Durch die TV-Kanaele zappend schlafe ich bei einer Folge Desperate Housewifes ein und schlafe bis zum naechsten Mittag.

Indien ist immer gleich und doch anders

Mein Onkel Paul und mein Cousin Savio sammelten mich ein und irgendwie hatte sich nichts veraendert in 6 Jahren - der Verkehr war immer noch moerderisch, nur die Strassen schienen noch schlechter geworden zu sein.
Ab nach Hause zu der Wohnung, in der wir bisher immer unsere Basisstaion hatten, die meiner Oma, die inzwischen verstorben ist und in der nun eine Familie wohnt. Ich wurde sofort mit warmem Tee und Essen empfangen und die ersten Besucher sassen schon da.
Ich begann sofort, all die leicht verderblichen Lebensmittel aus dem "Geschenkekoffer" zu holen und in einzelne Tueten zu packen und meine Tante Sherry versprach, sie bei den anderen Tanten vorbeizubringen.
Inzwischen war ich laengst in einem Stadium zwischen Uebermuedung und hellwach sein, und so fuhr ich einfach mit, Ueberraschung!

Natuerlich sieht nichts mehr so aus, wie vor 6 Jahren. Haeuser wurden hochgezogen, Laeden jeglicher Couleur wurden eroeffnet, von ueberall schreien einen froehlich bunte Werbeplakate in oversize an. Dann und wann erkenne ich Shar Rukh Khan (King Khan), der sich anscheinend fuer jeden Kram hergibt. Aber dass ihm diverse Tempel gewidmet sind, wie er in deutschen Interviews behauptet, kann hier niemand bestaetigen.